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8. Der Goldberg mit Römervilla (Mönchweg)

 

Die Namen Goldberg, wie auch Sief – „seifen, siepen, siefen“ deuten auf einen keltischen Ursprunghin. Der Nachweis der Kelten im Kreuzauer Gebiet, erschließt sich unter anderem aus der Siedlungsstruktur Stockheims. Bei uns waren die Eburonen angesiedelt.Die Eburonen, ein Stamm der Kelten, lebten in den Ardennen und in der Eifel zwischen Maas und Rhein, auf dem Gebiet der späteren römischen Provinz Gallia Belgica. Sie waren ein kriegerisches Volk mit einer hochentwickelten Kultur, die der der Römer nicht viel nachstand. Bei ihnen waren die Frauen gleichberechtigt und zogen wie die Männer mit in die Schlachten.Auf hinterlistige Weise, nämlich indem sie eine Abmachung die sie mit den Römern getroffen hatten brachen, brachten sie Caesar unter ihrem König Ambiorix, im Jahre 54 v. Chr., eine vernichtende Niederlage bei. Die Rache der Römer war furchtbar. Sie vernichteten den Stamm vollkommen. Nur ganz wenige Eburonen überlebten das Massaker und konnten in den dichten, unwegsamen Höhen und Wäldern der Eifel entkommen. Unter ihnen war auch ihr Anführer Ambiorix. Der Goldberg hat für Stockheim eine ganz besondere Bedeutung. Denn sicher ist, dass dort eine Römervilla gestanden hat. Heutzutage ist an dieser Stelle ein Acker. Schon im Oktober 1902 hat man Scherben dort ausgegraben. In der Erde stecken noch 80 cm dicke Grundmauern der Römervilla, die im Jahre 1931 freigelegt wurden. Die obere Steinschicht wurde entfernt, weil der Landwirt beim Pflügen mit dem Pflug dagegen stieß. Danach wurde die Fundstätte wieder zugeschüttet. Noch heute findet man an dieser Stelle Bruchstücke von römischen Dachziegeln.Es ist anzunehmen, dass die Villa einst als Steinbruch diente und die Dachziegeln und Sintersteine die in der alten Kirche vermauert sind, von dort stammen.Der Volksmund kennt für dieses Gebiet auch den Namen „Auf dem Mönch“, auch gibt es einen Mönchweg der dort hinführt. Man erzählt sich in Stockheim, dass dort vor hunderten Jahren ein Kloster gestanden haben soll. Beweise dafürgibt es nicht, aber oft erzählen FlurnamenGeschichten, die von Mund zu Mundweitererzählt wurden, aus Zeiten in denen esnoch keine Schrift und keine Urkunden gab.29) Allerdings befindet sich in der Broschürevon Pfarrer Jansen – Die Pfarre zu hl. Andreasin Stockheim – aus dem Jahre 1915 – dieBezeichnung Münchweg statt Mönchweg. Erschreibt: ….. „daß man dort noch immerÜberreste von Mauerwerk und Ziegeln findet,die sogar auf römischen Ursprung schließenlassen“; und ….. „daß noch jetzt einbenachbarter Weg zwischen dem Dorf undjenem Orte Münchweg heißt“.

römischer Dachziegel

Sollte Münchweg wirklich die alte Bezeichnung des Weges gewesen sein, könnte das auf etwas ganz anderes hindeuten als auf ein Kloster, nämlich auf einen Platz an dem Tiere kastriert wurden.30) München nannte man im Mittelalter die Kastration von Tieren. München = ist ein männliches oder weibliches Tier unfruchtbar machen – zum Mönch oder zur Nonne machen. Schon die Germanen kannten die Kastration von Schafböcken um deren Fettansatz zu steigern und um den Genusswert des Fleisches zu verbessern. Hengste wurden kastriert, um sie zu zähmen und zum Kriegsdienst tauglicher zu machen.

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