Wegekreuz in Stepprath eingeweiht

Wegekreuz in Stepprath eingeweiht

Am 10. Mai 1770 wurde ein schönes hohes Steinkreuz neben dem Stepprather Garten an der Chaussee eingeweiht. Der hochwürdige Herr Joh. Andreas Stepprath, Prälat der Hochlöblichen Abtei B. M. V. (der Mutter Gottes) et s. Heriberti in Köln Deutz, gab dieses Kreuz in Auftrag.
Die Inschrift lautet: „Ex liberali munificentia (aus freigiebiger Schenkung) des hochwürdigen Herrn Joh. Andreas Stepprath, Prälaten der Hochlöblichen Abtei B. M. V. (der Mutter Gottes) et s. Heriberti in Deutz, auch zu Gedächtnis dero Eltern selig Hermanni Stepprath, gewesenen Scheffen dero freier Herrschaft Burgau und Maria Hoerst Eheleute 1770 den 10. Mai.“

Das Wappen zeigt eine, durch einen horizontalen Balken unterteilte Ellipse. Unten sind zwei gekreuzte Balken (Andreas-Kreuz) dargestellt, darüber sind drei nebeneinander angeordnete Flammen zu sehen. Außen wird das Ganze von Laubkränzen umgeben.
Im oberen Teil des Wappens befindet sich ein Engel, der in einer Hand einen Krummstab (Abtstab) und in der andern eine Mitra hält. Traditionell zierten sowohl die Mitra als auch der Krummstab als Wappenschmuck die Wappen von Bischöfen und Äbten.

Es könnte ein Anspruchswappen sein. Das sind Wappen von Territorien, auf die ein geistiger oder sachlicher Anspruch erhoben wird, obwohl diese Gebiete nicht oder nicht vollständig im Besitz des Landesherren sind

Am Fronleichnamstag schmückte dieses Kreuz u.a. die Familie Heidgen auf Stepprather Hof für den dann zu gebenden 3. Segen. Früher stand es am alten Weg nach Düren, überragt von einem großen alten Lindenbaume. Durch den Bau der Bundestraße wurde das Wegekreuz kurzerhand etwas versetzt und zwischen zwei Linden erneut errichtet. Im Jahr 2024 zerbrach das Kreuz und lag einige Zeit unbemerkt am Boden. Die Projektgruppe der Stockheimer Interessengemeinschaft (STIG) „StockHEIMat“ nahm sich den Überresten an und trieb eine Restaurierung voran. Inwischen (2026) erstrahlt das Kreuz wieder im neuen Glanz, im Schatten der Alten Kirche, wieder zwischen zwei Linden.

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