Wilhelm Kellen, geboren am 1. März 1773 in Derenbach, besuchte das Klerikalseminar in Köln und absolvierte dort seine Studien der Philosophie und Theologie. Am 20. Dezember 1800 wurde er zum Priester geweiht und trat anschließend in den kirchlichen Dienst ein. Er war zuerst Informator (Hauslehrer) in Kreuzau bei Freiherrn von Torck (Bürgermeister in Kreuzau) und wurde nach einem Jahr dort von 1801 bis 1811 Vikar in Drove. Am 05.10.1811 wurde er Pfarrer in Stockheim. Er wirkte 42 Jahre in der Pfarre Stockheim und wurde in Anerkennung für seine Verdienste im Jahr 1854 mit dem preußischen Roten Adlerorden IV. Klasse ausgezeichnet. Diese Ehrung wurde für besondere Verdienste im kirchlichen oder staatlichen Dienst verliehen. Am Dreikönigstag des Jahres 1854 wurde Pfarrer Wilhelm Kellen in seinem Pfarrhaus überfallen. Zwischen 19 und 21 Uhr fielen er und seine Haushälterin einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Beide wurden noch am selben Abend ermordet.


